Dr. med. Reinhard Stöhring
Kardiologe
Dr. med. Martina Werle
Kardiologin

1. Individuell dosiertes, ärztlich überwachtes körperliches Training bei Herzinsuffizienz (Herzschwäche) 

Behandlung nach aktuellen Leitlinien

In den letzten Jahrzehnten wird eine deutliche Zunahme des Krankheitsbildes „Herzinsuffizienz“  (Herzschwäche) registriert. In Deutschland wird die Zahl der Patienten mit Herzschwäche gegenwärtig auf 1,8 Millionen geschätzt, ca. 300 000 kommen jedes Jahr neu hinzu. Die Anzahl stationärer Behandlungen wegen einer Herzinsuffizienz steigt kontinuierlich. Etwa 50.000 Patienten sterben jährlich an dieser Krankheit.

Zur Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz (Herzschwäche) stehen zahlreiche medikamentöse und apparative sowie auch operative Therapiekonzepte zur Verfügung.

Darüber hinaus bestätigen die Ergebnisse mehrerer Studien die Effektivität und Sicherheit eines individuell dosierten und ärztlich überwachten Ausdauertrainings bei Patienten mit stabiler Herzinsuffizienz.

Durch ein angepasstes Ausdauertraining können eine Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit, eine Verbesserung der Symptomatik, eine Erhöhung der Lebensqualität und eine Verlängerung der Lebenserwartung erzielt werden.

Aufgrund dieser nachgewiesenen positiven Effekte haben die führenden europäischen (ESC) und amerikanischen (AHA) Fachgesellschaften das körperliche Training bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz als zusätzliche therapeutische Option in ihre aktuellen Leitlinien aufgenommen. Dabei wird dem körperlichen Training eine IA-Empfehlung

(höchster Empfehlungsgrad!) zuerkannt.

Jeder Patient wird kardiologisch und sportwissenschaftlich betreut und erhält ein individuelles Trainingsprogramm, das 2x wöchentlich über 3 Monate unter Anleitung in Gruppen bis zu maximal 4 Teilnehmern durchgeführt wird.

Grundlage für die Trainingsintensität und –dauer sind eine Ultraschalluntersuchung des Herzens, ein EKG in Ruhe und unter Belastung, eine Spiroergometrie, der 6-Minuten-Gehtest und verschiedene Laborparameter (Lactat, NT-proBNP u.a.). Selbstverständlich gehören alle wichtigen Vorbefunde und persönliche Gespräche dazu. Zur subjektiven Belastungsüberprüfung wird die „Borgskala“ (Bewertungsverfahren nach Punkten) eingesetzt. 

Standardverfahren ist ein individuell dosiertes Ergometertraining mit Monitoring. Vorteile dieser Trainingsmethode sind die gute Abstufbarkeit und exakte Dosierbarkeit der Belastung sowie die Möglichkeit der EKG- und Blutdruckkontrolle unter Belastung. Das Training wird kontinuierlich und/oder als Intervalltraining durchgeführt. Es kann durch ein moderates Krafttraining ergänzt werden.

Alternativ zu Ergometertraining steht ein Laufband zur Verfügung.

Um den Trainingserfolg zu dokumentieren, werden am Ende der 3 Monate wichtige Untersuchungen zum Vergleich wiederholt und ausgewertet.

Ziel ist eine Fortsetzung des Trainings unter häuslichen Bedingungen oder in Herzgruppen. Die ambulante kardiologische Betreuung erfolgt anschließend in gewohnter Regelmäßigkeit.

Kosten für das Training

Es wird unbedingt empfohlen, sich vor Beginn des Trainings mit seiner Krankenkasse zur Klärung der Kostenübernahme in Verbindung zu setzen. Eine vollständige Kostenübernahme ist nicht gewährleistet. Wir beraten und unterstützen Sie gerne dabei.

2. Individuelle Trainingsprogramme

Gemeinsam mit dem KörperManagement® bieten wir mehrere individuelle Trainingsprogramme zur Förderung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit an. Informieren Sie sich hier.

KARDIOLOGISCHE PRAXIS
Dr. med. Reinhard Stöhring
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